Rumänien

Rumänien

Seit 2002 besteht zwischen der Gellertkirche Basel und Rumänien eine Verbindung. Ausgangspunkt war ein Sommereinsatz von Mitgliedern der Gellertkirche verschiedenen Alters in Babadag. Die Beziehung zu Land und Leute wurde seither aufrecht gehalten und ausgebaut. Neben Einsätzen von ganzen Teams (in den Sommerferien) haben auch immer wieder Einzelpersonen verschiedene Orte in Rumänien besucht. Aktuelles Projekt, das wir unterstützen, heisst „diferit“.

babadag panorama

Babadag ist eine Kleinstadt mit ca. 10‘000 Einwohnern im Osten des Landes, an das Donaudelta grenzend, unweit der Schwarzmeerküste. Babadag war während des osmanischen Reiches (15. Jh.) einst ein wichtiges Handelszentrum. Während in kommunistischer Zeit die Region viele Fabriken beherbergte, ist Babadag heute ein „verlassenes Nest“ verschiedener Ethnien: Rumänen, eine wachsende Minderheit von Roma türkischen Ursprungs sowie Russen oder Lipowaner leben nebeneinander. Wer kann, verlässt Babadag heutzutage lieber früher als später. Wenig Arbeitsmöglichkeiten (Landwirtschaft, Kleinstgewerbe, Selbstversorger) sowie schlechte Zukunftsperspektiven lassen v.a. Jugendliche dazu verleiten, ihr Glück woanders zu suchen. Nicht selten wird auch die Schule abgebrochen, um für ein paar Euro in der Stunde in Italien, Spanien oder England auf einer Plantage als billige Arbeitskraft zu landen.

PARTNERS

Damit die Aktivitäten und Finanzen zwischen Basel und Rumänien koordiniert und transparent abgewickelt werden können, haben wir uns entschlossen, im Dezember 2005 einen Verein zu gründen: PARTNERS – Arbeitsgemeinschaft Basel-Rumänien. Das generelle Ziel von PARTNERS ist gemäss Statuten die „Initialisierung, Realisierung und Begleitung humanitärer und sozialer Hilfsprojekte in Rumänien auf gemeinnütziger Basis. Es werden Projekte gefördert, die allen Menschen unabhängig von ihrem Glauben zugute kommen.“

Der Vorstand setzt sich zusammen aus Benjamin Liebherr (Präsident), Karl Stöcklin (Kassier), Bruno Waldvogel, Markus Meyer und Camelia Winkler.

PARTNERS, Arbeitsgemeinschaft Basel-Rumänien
PC 60-360197-7 I Spenden sind in BS/BL abzugsberechtigt
Benjamin Liebherr I Redingstrasse 29 I 4052 Basel

PARTNERS hat sich entschlossen, für die Jahre 2013-2015 CHF 700 pro Monat an die Unkosten des Jugendzentrums „diferit“ beizusteuern. Darüber hinaus besuchen wir die Leute vor Ort, bieten Hilfe zur Weiterentwicklung der Arbeit und wollen auch wieder Einsätze organisieren. Der wachsende Zuspruch von „diferit“ hat zur Folge, dass wir uns nach einem grösseren Raum resp. Räumen umsehen müssen.

Jugendzentrum „diferit“

Das Jugendzentrum befindet sich in zentraler Lage von Babadag. Es hat jeweils am Abend geöffnet und steht allen Jugendlichen der Stadt offen. Je nach Tag kommen 10-25 Jugendliche vorbei, reden miteinander, messen sich beim Pingpong oder nutzen einen der PC-Stationen, um mit der weiten Welt zu kommunizieren. Je nach Abend bereitet das Leitungsteam Mirandolina und Paul Benko, ein junges Ehepaar um die Dreissig, auch ein Programm vor. Ein Abend pro Woche ist auch einem Thema gewidmet. Am Samstag-Morgen ist „Kids-Club“. Bis zu dreissig Kinder kommen, um eine Geschichte aus der Bibel kennen zu lernen und diese spielerisch zu verarbeiten. Am Abend kommen dann die Jugendlichen beim „Jugendgottesdienst“ zum Zug.

teenies              Kids-Club

Eine Projektgruppe, die Mirandolina leitet, leistet praktische Hilfe in der Stadt. Über Erasmus+, einem Programm des Europarats, erhielten sie einen Projektkredit für „Babadag - eine saubere Stadt.“ Zeitweise arbeitete Paul auch als Lehrer an der Sekundarschule in Babadag, in welcher er wertvolle Kontakte zu Lehrpersonen und Jugendlichen knüpfen konnte. Ein Tischtennis-Contest anlässlich einer Projektwoche ist ein sichtbares Beispiel für die Zusammenarbeit unter weitern. Es gibt in Babadag viele Bars, in denen die Jugendliche mangels Alternativen rumhängen, wo sie früheroder später mit Alkohol im ungesunden Mass oder mit Drogen in Kontakt kommen. „Diferit“ will auch hier anders sein und den Jugendlichen einen Ort offerieren, an dem weder Alkohol noch Drogen präsent sind.

ping-pong-contest

Seit Sommer 2013 ist das Jugendzentrum tagsüber auch für Kinder geöffnet. Da Babadag nur „Halbtagesschulen“ kennt, können die Kinder in der anderen Tageshälfte ins Zentrum kommen und bekommen Hausaufgabenhilfe, Lernbegleitung oder zusätzliche Unterstützung. Dies ist nötig, da viele Kinder den Inhalten in der Schule nicht folgen können und daher ausgegrenzt oder gar diskriminiert werden.

 

Kontaktperson
liebherr-beni

benjamin liebherr

Tel. 061 311 98 08 | Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!